Mittwoch, April 26, 2017
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Klimawandel, Globale Erderwärmung und Klimaschutz

Die letzten Jahre haben gezeigt, daß die Klimaveränderung in vollem Gange ist. Die Naturkatastrophen in der Welt nehmen bedrohliche Ausmaße an. Die globale Durchschnittstemperatur ist in den vergangenen 100 Jahren um 0,7 Grad gestiegen. Eine weitere Steigerung von über 2 Grad würde bedeuten, daß mehr Gletscher schmelzen und den Meerwasserspiegel ansteigen ließen, daß die Permafrostböden in den nördlichen Breiten auftauen und eine für die Erde katastrophale Eigendynamik entwickeln würden. In den Böden befinden sich Unmengen an Methangas, welches freigesetzt und viel stärker zum Treibhauseffekt beitragen würde wie CO2. Der Klimawandel ist wohl nicht mehr aufzuhalten - in Zukunft wird es darum gehen, ihn zu begrenzen.


Damit die folgenden Generationen nicht um Lebensraum kämpfen müssen, sind weltweit dringend Klimaschutzmaßnahmen gefragt - darin sind sich Fachleute und Umweltorganisationen einig. Die Europäische Union mit Deutschland und Frankreich an der Spitze forcieren das Tempo und drängen andere Industriestaaten zum Mitmachen. Während die USA mit dem neuen Präsidenten Obama den jahrelangen Blockadekurs Bushs nicht fortführen und mehr Klimaschutz durchsetzen wollen, ist in den aufstrebenden Ländern Indien und China der Energiebedarf stark steigend. Das langfristige Ziel, bis 2050 den CO2-Ausstoß auf mindestens die Hälfte der CO2-Menge von 1990 zu senken, ist wohl sehr ehrgeizig.

Irgendwann in naher Zukunft wird der Punkt erreicht, an dem eine Umkehr oder Beeinflussung der Klimaveränderung durch den Menschen nicht mehr möglich sein wird.
Schon jetzt geben die Forscher zu, dass die Prognosen vor ein paar Jahren zu positiv waren. Ob die Größe des Ozonlochs, die Heftigkeit von Stürmen und Hurrikanen oder die Schmelze der Pole - die Folgen des Wandels sind heute schon spürbar. Normalerweise bewirken die Eisschilde der Polkappen aufgrund der weißen Färbung eine Reflektion des Sonnenlichtes in das Weltall. Wenn die Polkappen in der Wärme schrumpfen, verringert sich auch dieser Effekt immer mehr. Es wird wärmer und noch mehr Eis am Nord- und Südpol schmilzt.

In Deutschland stehen weitere Investitionen in Erneuerbare Energien an, um den Strom so umweltfreundlich wie möglich zu erhalten. Auch die zwei anderen umweltbelastenden Bereiche - Verkehr und die Bereitstellung von Wärme - sind unbedingt in naher Zukunft zu lösen. Die Autoindustrie hat es regelrecht verpasst, von spritfressenden PKWs auf 3-Liter-Autos umzusteigen. Dafür erhält sie heute, nach der wohl teuersten Finanzkrise seit 80 Jahren, die Quittung: der Automarkt ist zum Stillstand gekommen.

Braunkohlekraftwerke können unter günstigen Bedingungen gerade einmal 40 Prozent der verfeuerten Kohleenergie nutzbar machen. Eine heute schon verfügbare Technologie ist da viel effizienter: Moderne Anlagen mit Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) schaffen es, bis zu 90 Prozent Energie des eingesetzten Energieträgers zur Verfügung zu stellen.

Ziel ist ein bewußtes Umdenken zu umweltgerechten Produkten und Dienstleistungen. Wenn die führenden Industriestaaten den Klimaschutz konsequent und flächendeckend umsetzen, können jedes Jahr Millionen Tonnen an CO2 gespart werden. Der globale Klimawandel ist heute fest im Bewusstsein der Menschen verankert und trägt entscheidend dazu bei, dass Umweltschutz, den laut einer Umfrage über 90 Prozent für wichtig halten, für die Menschen immer relevanter wird. Ein Großteil der Bevölkerung möchte sogar, dass Deutschland in der internationalen Klimaschutzpolitik eine Vorreiterrolle einnimmt.

Leider hält sich die falsche Annahme, daß jeder Einzelne nichts zum Klimawandel beitragen könne. Doch Klimaschutz fängt bereits im Haushalt an. Angefangen beim Wechsel von Glühbirnen auf Energiesparlampen, bessere Isolierung des Hauses in Verbindung mit sparsamen Heizen bis zu einem Wechsel des Stromanbieters, der Ökostrom statt Atomkraft anbietet. Darüberhinaus kann sich jeder überlegen, ob Flugreisen auch innerhalb Deutschlands wirklich nötig sind.
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