Länderdaten
Afghanistan
Offizieller Name Islamische Republik Afghanistan
Geographische Lage Asien
61º O - 73º O / 29º N - 38º N
Geschichtliches Gründungsjahr 1747
Politisch abhängig von Grossbritanien bis 1919
Einwohner/Staat 28.720.400 Einwohner
Hauptstadt Kabul
69º 11' O 34º 32' N
--- Einwohner
Grösste Stadt Kabul (2.500.000 Einwohner)
Amtssprache Paschtu (Pushtu) und Dari (Farsi/Persisch)
Codes AF, AFG, www.*.af
Landesgrenze gesamt 5.529 km
Gesamtfläche 647.500 qkm
Landfläche 647.500 qkm
Wasserfläche 0 qkm
Küstenlinie 0 km
von Land umgeben
Angrenzende Länder China 76 km, Iran 936 km, Pakistan 2.430 km, Tadschikistan 1.206 km, Turkmenistan 744 km, Usbekistan 137 km
Tiefster Punkt Amu Darya 258 m
Höchster Punkt Nowshak 7,485 m
Währung 1 Afghani (Af) = 100 Puls (Pl)
Unabhängigkeit 19. August 1919 (von der Kontrolle des Vereinigten Königreichs der afghanischen Außenpolitik)
Nationalfeiertage 27. April (Tag der Revolution im Jahre 1978), 18. August (Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1919)
Zeitverschiebung 3.5 Stunden (zu Deutschland)
Religionen Moslems 99,0 %, Sonstige 1,0 %
Ethnische Gruppen Aimak 3,6 %, Hazara 7,8 %, Paschtunen 43,0 %, Sonstige 7,8 %, Tadschiken 28,0 %, Usbeken 9,3 %
Adjektiv Afghanisch
Bewohner Afghane
Bewohnerin Afghanin
UNO-Mitgliedschaft seit 1946
andere Organisationen
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2012

Geschenke

Landbeschreibung

Afghanistan Der zentrale Hindukusch beherrscht die Natur des Landes und steigt bis über 7000 Meter über dem Meeresspiegel an. Das Gebirge teilt Afghanistan in eine Nord- und eine Südregion. Der Nordteil wird überwiegend vom Tiefland vom Turan bestimmt, der Süden bietet eine lebensfeindliche Umwelt aus Wüsten und Salzsümpfen. Das Klima ist extrem. Im Sommer werden Temperaturen von über 40°C, im Winter 25°C unter Null gemessen.

Nach dem Ende der Taliban ist die Bevölkerung, mehr denn je, in ethnische Gruppen zersplittert. Flüchtlingswellen unterstützen diese Entwicklung besonders in den letzten Jahren. 33 grössere Gruppen, von denen die wichtigste die der Paschtunen ist. Sie stellt auch die Mehrheit der Nomaden. Tadschiken, Hazara, Usbeken, Turkmenen, Belutschen, Kirgiesen und Kisilbasch sind nur einige der zahllosen Splittergruppen.

Am 7.10. 2001 begann unter direkter britischer Beteiligung eine amerikanische Militäraktion gegen das Talibanregime und Stützpunkte der Terrororganisation »Al-Qaida« von Osama Bin Laden. Nach Abschluss der Kriegshandlungen entsandte die UNO ein Kontingent von Soldaten verschiedener Nationalitäten, die den Erhalt von Ruhe und Ordnung und den Wideraufbau sicherstellen sollten.

Nach dem Erfolg der im Jahre 2001 auf dem Bonner Petersberg zusammengekommenen Afghanistan-Konferenz beschloss die „Grosse Ratsversammlung“ des Landes, das bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung die Verfassung von 1964 gelten solle. Lediglich einige nicht mehr zeitgemäße Artikel wurden ausser Kraft gesetzt.

Am 4.1. 2004 verabschiedete die "Loya Jirga" eine neue Verfassung (seit 16.1.2004 in Kraft), nach der Afghanistan eine Islamische Republik mit Präsidialsystem ist. Als Staatsoberhaupt und Regierungschef mit weitgehenden Vollmachten fungiert der Präsident (auf 5 Jahre direkt gewählt). Ihm stehen zwei für die gleiche Zeit gewählte Vizepräsidenten zur Seite. Die Einsetzung eines Obersten Gerichtshofes (9 Richter, auf 10 Jahre vom Präsidenten ernannt) ist vorgesehen.

Afghanistan gehört zu den ärmsten Entwicklungsländern der Welt. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg sind die Infrastruktur und die Produktionsanlagen weitgehend zerstört. Weite Bereiche des Landes orientieren sich wieder an der Selbstversorgung.