Länderdaten
Dschibuti
Offizieller Name Republik Dschibuti
Geographische Lage Afrika
42º O - 43º O / 11º N - 12º N
Geschichtliches Gründungsjahr 1977
Politisch abhängig von Frankreich bis 1977
Einwohner/Staat 457.200 Einwohner
Hauptstadt Dschibuti-Stadt
43º 08' O 11º 36' N
420 000 Einwohner
Grösste Stadt Dschibuti-Stadt (420.000 Einwohner)
Amtssprache Französisch und Arabisch
Codes DJ, DJI, www.*.dj
Landesgrenze gesamt 516 km
Gesamtfläche 23.000 qkm
Landfläche 22.980 qkm
Wasserfläche 20 qkm
Küstenlinie 314 km
Angrenzende Länder Eritrea 109 km, Äthiopien 349 km, Somalia 58 km
Tiefster Punkt Lac Assal 155 m
Höchster Punkt Mussa Ali 2,028 m
Währung 1 Franc de Djibouti (FD) = 100 Centimes (c)
Unabhängigkeit 27. Juni 1977 (von Frankreich)
Nationalfeiertage 27. Juni (Tag der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahre 1977)
Zeitverschiebung 2 Stunden (zu Deutschland)
Religionen Christen 6,0 %, Moslems 94,0 %
Ethnische Gruppen Afar 21,0 %, Somali 67,0 %, Sonstige 12,0 %
Adjektiv Dschibutisch
Bewohner Dschibutier
Bewohnerin Dschibutierin
UNO-Mitgliedschaft seit 1977
andere Organisationen Arabische Liga
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2012

Geschenk Hochzeitstag

Landbeschreibung

Dschibuti Djibouti ist seit 1977 ein unabhängiger Staat und liegt am Eingang zum Roten Meer. Es gewinnt dadurch an Bedeutung. Strategisch gesehen ist das Horn von Afrika seit jeher ein „wunder Punkt“ in kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Völkern und Mächten in der Region. Die Wüstenrepublik liegt am Golf von Aden und grenzt an Eritrea, Äthiopien und Somalia.
Djibouti stellte Anfang 2002 der deutschen Marine (rund 1500 Soldaten) im Rahmen der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" eine Logistikbasis in der Hauptstadt zur Verfügung. Mit Äthiopien verbindet Djibuti ein Abkommen vom April 2002 über die Errichtung einer Freihandelszone und die Nutzung des Hafens.

Djibouti , die Hauptstadt des Staates heißt genauso wie das Land. Außerhalb der Stadt besteht das Land nur aus Wüste und Halbwüste mit extrem heißem Klima. Die Bevölkerung setzt sich im wesentlichen aus zwei ethnische Gruppen zusammen: die Afar im Norden und die Issa im Süden. Zwischen beiden herrscht eine erbitterte Rivalität. Die Afar sehen eine Vorherrschaft der Issa und fordern einen eigenen unabhängigen Staat. 1977 entschieden sich die beiden Stämme in einer Volksabstimmung für eine gemeinsame unabhängige Republik.

Da nur Bruchteile des Landes bewirtschaftet werden können, gehört Dschibuti zu den ärmsten Ländern in Afrika. Nach einer Flüchtlingswelle, ausgelöst durch einen Krieg zwischen Äthiopien und Somalia, hat sich die Situation noch verschärft.

Djibouti hat kaum Bodenschätze. Der Wassermangel und das verwüstete Land verhindern eine Entwicklung in der Landwirtschaft, die industrielle Produktion ist unbedeutend. Der Handel mit den Nachbarstaaten, das Dienstleistungsgewerbe und nicht zuletzt der besondere Aspekt des Handel mit der Genußdroge Qat bringen die wenigen Devisen und nötigen Gelder in die Staatskasse. Ca. 14 % der Staatseinnahmen lassen sich auf den Handel mit Qat zurückführen und indirekt leben ca. 20.000 Menschen von Qat-Einkauf und -Verteilung.

Rund 80 % der erwachsenen Dschibuter konsumiert, ähnlich wie im Jemen und anderen Staaten der arabischen Welt, die Genußdroge Qat, was insbesondere das verfügbare Einkommen von ärmeren Haushalten erheblich belastet und insgesamt damit weiter zur Verschlechterung der sozialen Lage beiträgt.

Touristisch ist das Land wenig erschlossen, die wenigen historischen Sehenswürdigkeiten in oft schlechtem Zustand. Ein einheitliches Kulturleben hat sich in Djibouti nicht herausgebildet, weil die Volksgruppen der Afar und Issa sich seit jeher eher feindlich gegenüber stehen und wenig Berührungspunkte haben.